Dj Plattenspieler

Vinyl-Schallplatten erleben heutzutage einen regelrechten Boom. Dementsprechend sind auch Dj Turntables wieder stark nachgefragt. Ob Hip Hop, House oder Techno, wir stellen dir eine Auswahl der gefragtesten Player vor. Vom Einstiegsmodell bis zum Technics Sl1210 ist für jeden etwas dabei. Alles was du über Dj-Plattenspieler und den richtigen Umgang mit dem schwarzen Gold wissen musst, findest du in unserem ausführlichen Ratgeber.

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How to : Tonarm einpendeln

Wie stelle ich den Tonarm am Plattenspieler richtig ein? Diese Frage solltet ihr euch vor der Benutzung eures Plattenspielers stellen, denn eine falsche Einstellung kann euch teuer überraschen. Am Ende des Tonarms kann ein Gewicht eingestellt werden, d.h. mit wie viel Druck/Last der Tonarm auf der Schallplatte aufliegt. Ist dieses Gewicht zu schwer eingestellt, wird die Vinylplatte zu stark abgenutzt und auch die Nadel, welche am Tonarm befestigt ist, nutzt sich zu schnell ab.

Um langsam ein Gefühl für dieses Gewicht zu bekommen, beginnt ihr am besten folgendermaßen:

  1. Schiebt das Gewicht bis ganz nach hinten. Löst dann den Tonarm aus der Halterung, dieser müsste dann schräg nach oben in der Luft schweben.
  2. Versucht das Gewicht nun so einzustellen, dass euer Tonarm parallel zur Oberfläche des Plattenspielers schwebt. Dreht dafür das Gewicht entsprechend nach vorne. Ihr braucht ein wenig Geduld, um das nötige Feingefühl dafür zu entwickeln. Habt ihr diese Einstellung erreicht, sollte der Tonarm einen guten Zentimeter über der aufgelegten Vinylplatte schweben. Bringt den Tonarm anschließend wieder zurück in die Halterung.
  3. Als nächstes kommt das Rädchen vorn am Gewicht zum Einsatz, welches ihr bisher vielleicht noch gar nicht weiter beachtet habt. Auf dem Stab des Tonarms seht ihr einen aufgezeichneten Strich. Eure Aufgabe ist es nun, die Null auf dem Rädchen auf Anschlag mit diesem Strich zu bringen. Haltet dafür das Gewicht hinten fest und dreht nur das Rädchen entsprechend.
  4. Anschließend solltet ihr euch informieren, welches Gewicht auf der Nadel der Hersteller eures Plattenspielers empfiehlt. Dies müsste meistens in einer Art Beilagenzettel oder auf der Verpackung der Nadel stehen. Im Normalfall wird dieser Wert um die +/- 3 angegeben.
  5. Wir gehen in diesem Fall davon aus, dass ein Gewicht von 3 eingestellt werden soll. Dafür dreht ihr das komplette Gewicht einfach nach vorne, bis der Strich der 3 mit dem Strich auf dem Tonarm abschließt. Somit wird die Nadel nun mit einem Gewicht von 3 Gramm aufgelegt.

Wenn ihr den Tonarm nun  aus der Halterung über die Platte hebt, seht ihr, dass er sich auf die Platte senkt und fertig ist eure Einstellung!

Was ist Antiskating?

Zunächst einmal – was ist Skating? Die Skatingkraft ist die Kraft, durch welche bei schnellen Umdrehungen eurer Platte (z.B. 45 UpM) die Nadel durch die entstehenden Fliegkräfte nach außen Richtung Plattenrand gedrückt wird. Dies wäre schlecht für den Sound beim Platten hören, da Töne durch den Linksdrall verzerrt werden können. In diesem Fall würde nämlich nur der linke Rand der Spurrille abgenommen werden und im Lautsprecher hörbar sein. Als Gegenmaßnahme gibt es das Anti-Skating, wodurch die Nadel mittig in der Spur gehalten wird. Euer Anti-Skating-Rädchen findet ihr unterhalb des Tonarms, wo genau variiert von Gerät zu Gerät. Eure Einstellung wird bei Null liegen. Sobald ihr Verzerrungen der Töne hört, dreht das Anti-Skating einfach ein bisschen auf und testet die Soundqualität. Hierfür gibt es Testplatten, die euch dabei helfen können.

Was ist Pitch?

Pitch ist das englische Wort für Tonhöhe. Pitch Control oder auch Pitch Adjustment beschreibt die Tonhöhenregelung von Plattenspielern, zu finden als Regler auf eurem Gerät. Hiermit können Drehgeschwindigkeiten des Plattentellers oder der Tonwellen eingestellt und gehalten werden.

Benötige ich einen Vorverstärker?

Der Vorverstärker (engl. preamplifier) passt die Eingangssignale unterschiedlicher Quellen für den eigentlichen Verstärker an, damit dieser optimal arbeiten kann. Er ist entweder in einem Verstärker oder in eurem Plattenspieler integriert oder auch als eigenes Gerät verfügbar. Die Frage ist nun – brauchst du dieses Extra? Entscheidend ist, ob dein Verstärker einen Phono-Eingang hat. Ist dieser vorhanden, kannst du Plattenspieler und Verstärker direkt miteinander verbinden, ohne dass der Ton leidet. Ohne Phono-Eingang musst du dich zwischen einem Plattenspieler mit integriertem Phono-Verstärker oder einem externen Verstärker entscheiden. Diesen schaltest du zwischen dein Plattenspieler und deine Stereoanlage.

Geschichtliches zur Schallplatte

Wörter oder gar Töne aufzunehmen und wieder abspielen zu lassen, war viele Jahre lang nur Wunschdenken. Begonnen mit dem Phonographen entwickelten sich nach und nach Systeme, die dies möglich machten. 1888 erfand der Deutsche Emil Berliner dann die Schallplatte als Tonträger, damals noch aus Hartgummi. Ein Jahr später kamen Platten aus Shellack auf den Markt, gemischt mit Gesteinsmehl, Ruß und Pflanzenfasern. Die Herstellung von Schallplatten war teuer – ein Exemplar kostete 1904 2,50 Mark, was damals viel Geld war. Seit 1922 wurde ein kostengünstigeres Verfahren angewendet und Schallplatten konnten schneller produziert werden. Ab 1924 entwickelte sich die Tonträgerindustrie immer weiter und 1948 wurde schließlich die Schallplatte aus Vinyl erfunden – durch Dr. Peter Carl Goldmark. Im selben Jahr kam die sogenannte Langspielplatte (LP) auf den Markt und dem Erfolg der Vinyls stand nichts mehr im Wege.

Riemenantrieb vs. Direktantrieb?

Plattenspieler werden mit verschiedenen Antriebstechniken angeboten. Je nach Antriebsart wird der Plattenteller in Drehung gebracht. Unterscheiden lassen sich drei Arten des Antriebs:

  1. Riemenantrieb
  2. Direktantrieb
  3. Reibradantrieb

Der Riemenantrieb funktioniert über einen Gummiriemen oder ein Gummiband, wodurch die Drehung der Motorachse auf den Plattenteller übertragen wird. Hierbei ist eine mechanische Entkopplung zwischen Motor und Plattenteller möglich, was unerwünschte Vibrationen des Plattentellers minimiert.

Vorteile:

  • mit geringem Entwicklungsaufwand können Plattenspieler mit guten Laufeigenschaften konstruiert werden

Nachteile:

  • höhere Gleichlaufschwankungen
  • Geschwindigkeitsdrift wegen Temperatur- o. Luftfeuchtigkeitsschwankungen
  • Geschwindigkeitsschwankungen durch Modulation der Tonrille
  • Vibration durch Schlupf des Riemens

Beim Direktantrieb ist die Achse des Plattentellers gleichzeitig die Achse des Antriebsmotors. Die Änderung der Plattentellerdrehzahl wird direkt über die Drehzahländerung des Motors gesteuert.

Vorteile:

  • verbreitet im DJ-Bereich
  • extrem kurze Hochlaufzeit

Nachteile:

  • sehr hoher Fertigungs- und Entwicklungsaufwand von Motor, Laufwerk und Steuerung

Geräte mit Reibradantrieb sind veraltet und werden kaum noch angeboten.

Welche Tonabnehmersysteme gibt es?

Tonabnehmer sind elektroakustische Wandler, die mechanische Schwingungen von Festkörpern in elektrische Spannung umwandeln. Heraus kommt ein Ton- oder Audiosignal. Tonabnehmer bei Plattenspielern nehmen die Schwingungen der Nadel, welche durch die Plattenrille gleitet, auf. Folgende Tonabnehmer können unterschieden werden:

  1. Elektromagnetischer Wandler (MM // Moving Magnet)
  2. Elektrodynamischer Wandler (MC // Moving Coil)
  3. Piezoelektrischer Wandler (Kristalltonabnehmer)

Variante 1, der elektromagnetischen Abtaster, sind die am weitesten verbreiteten Tonabnehmer für Schallplatten.